Nach insgesamt 18 turbulenten Tagen sind die letzten Würfel bzw. Karten gefallen. Mit Oliver Speidel gewinnt ein Melbourner das Main-Event und wird die Wirtschaft demnächst mit den gewonnenen $1,6 Mio AUD (ca. 1,3 Millionen Euro) ankurbeln. 659 Spieler aus aller Welt waren angetreten um in Australien das große Glück zu machen. Der 26jährige Bankangestellte Speidel sorgte nach sieben Tagen Spielzeit dafür, dass das Geld im Land bleibt.
Kurz vor dem Finaltisch waren mit Phil Ivey und der Turnier-Ikone Lee Nelson noch prominente Spieler im Rennen um die Krone. Yvey ging als Shortstack in die vorletzte Runde und schied prompt aus. Das war Glück im Unglück, denn dadurch war noch ein Einkauf in das $250k Highroller-Event möglich. Hier lief für den besten Spieler der Welt alles nach Plan (sh unten).
Lee Nelson versuchte sich mit AK an den Finaltisch zu pushen. Speidel hielt mit 88 gegen und gewann den Coinflip und durfte mit einem anständigen Chipstack in's Finale starten. Hier erspielte er sich bereits früh die Führung und verteidigte diese bis zum Heads-Up. Der als Chipleader gestartete Björn Li erlebte dafür einen rabenschwarzen Tag. Er agierte glücklos, verlor die entscheidenden Coinflips und musste enttäuscht auf dem sechsten Platz den Stuhl räumen.
Im abschliessenden Zweikampf gelang Kenneth Wong zwar noch ein kleines Comeback aber als er mit 99 in AA von Speidel rannte, war der Drops gelutscht. Der Spieler aus Hong Kong erhielt für den zweiten Platz immerhin eine Million AUD und könnte damit an den Cash-Tischen in Macau mitmischen.
Hier die Finalisten im Überblick:
1. Oliver Speidel $1,600,000
2. Kenneth Wong $1,000,000
3. Mile Krstanoski $610,000
4. Mohamad Kowssarz $405,000
5. Patrick Healy $300,000
6. Bjorn Li $230,000
7. Yann Dion $170,000
Wie schon oben erwähnt trauerte Ivey dem Ausscheiden aus dem Main-Event nicht lange nach. Stattdessen kaufte er sich in das High-Roller-Event ein (einen Teil des Buy-Ins hatte immerhin durch das Main-Event eingenommen). Dort traf er auf gute Bekannte und spielte sich in 13 Stunden durch das Feld. Insgesamt hatten sich 16 Spieler das Luxus-Turnier gegönnt. Daniel Negreanu, Gus Hansen, Jason Mercier, Sam Tricket, Erik Seidel, John Juanda, Tony Bloom, Dan Smith und Tom Dwan an den Tischen ist ein Traum für die Railbirds und vorprogrammierter Shark-Horror für die Teilnehmer. Aber jeder dieser Spieler ist über lange Jahre erfolgreich im Geschäft und könnte sicher über seine "Edge" in diesem Event lange Vorträge halten. Vermutlich kämen alle zu dem Schluss, dass die Teilnahme von drei Geschäftsleuten aus China die als Amateure die Fischgründe lukrativ machen.
Da nur 3 Plätze bezahlt wurden, ging die Rechnung für kaum einen Teilneher auf. Daniel Negreanu schied als Bubbleboy aus - er riskierte mit A8 einen Move und wurde von Patrik Antonius mit JJ "bestraft". Gus Hansen schaffte es auf Platz 3 und damit in's Geld. Als "Endgegner" von Ivey lauerte Patrik Antonius im Heads-Up. Der Finne musste allerdings klein beigeben und seinem amerikanischen Kontrahenten den Löwenanteil des Preisgeldes überlassen. Seine letzten Chips riskierte Antonius mit K3o und Ivey holte sich den Stack mit AQ.
Hier die Payouts der Finalisten:
1. Phil Ivey $2,000,000 AUD
2. Patrik Antonius $1,200,000 AUD
3. Gus Hansen $800,000 AUD
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